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Tolle Festveranstaltung am Samstag

Am Samstag Nachmittag hatte der Deutsche Turnerbund und die Stadt Coburg zum Festakt in den Riesensaal der Ehrenburg eingeladen.

Rainer Brechtken, Präsident des Deutschen Turnerbundes, hob in seiner Rede vor allem den sozialen Aspekt des Sports und der Vereine hervor, vor allem die Gruppendynamik beim Training oder gemeinsamen Meisterschaften. Gleichzeitig stellte er auch die herausragende Bedeutung von Turnübungen bei der Entwicklung eines Kindes hervor. „Es ist erwiesen, dass man die kognitiven Fähigkeiten eines Kindes in ungeahnter Höhe stärkt, wenn man es so früh wie möglich zum Kinderturnen schickt. Man glaubt gar nicht, wie viel Selbstdisziplin, Lernbereitschaft dazugehört, wie viel das Gehirn arbeiten muss, um so viele Muskeln des Körpers anzusprechen, um schon eine einfache Turnübung gut auszuführen.

Oberbürgermeister Norbert Kastner war stolz, dass die Stadt Coburg Ausgangspunkt für Turnfeste und Manifeste war und der Turnidee so ein wichtiges und wertvolles Erbe hinterlassen konnte. Mit den Coburger Herzögen Ernst I und Ernst II hatte Coburg Herzöge die Mut und Rückgrat besaßen nicht nur eine Erneuerung zu fordern, sondern diese auch ermöglichten.

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann zeigte in seiner Ansprache Parallelen zwischen der Organisation der Turnvereine bei der Gründung 1860 und den heutigen Strukturen auf. Herrmann bezeichnete den Sport als „ideales Instrument der Integration“. Den Vereinssport beim Turnen an sich und die enormen ehrenamtlichen Leistungen, die dahinter stehen, sehe er als wesentlich wichtiger an als hoch bezahlten Spitzen- oder „Show-Sport“ wie beispielsweise hochklassigen Fußball.

Den Festvortrag dieser Veranstaltung hielt die DTB-Vizepräsidentin Gudrun Doll-Tepper, die die Entwicklung des Turnerbundes über 150 Jahre hinweg in den historischen Kontext setzte und dessen Bedeutung in der deutschen Nachkriegszeit hervorhob. Heute sei vor allem der Bildungsaspekt wichtig, in der vereinsinternen Arbeit und beim Austausch beispielsweise bei Wettkämpfen oder Turnfesten. Dadurch seien neue Trends gesetzt worden.

Vizepräsidentin Dr. Annette Hofmann überreichte stellvertretend für alle Vereine, die in diesem Jahr ihr 150jähriges Bestehen feiern an den TSV Bad Rodach die Auszeichnung des Deutschen Turnerbundes. Zum Abschluss galt der Dank des DTB Präsidenten Rainer Brechtken Uschi und Helmut Liebkopf für ihre ausgezeichnete Organisation der gesamten Veranstaltung. Zum abschließenden Imbiss waren alle Gäste von der Stadt Coburg in den blauen Salon eingeladen.

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